Erhalt der Anlage für therapeutisches Reiten in Herxheim und Neubau der Förderschule St. Laurentius

Herxheim hat eine lange Tradition, was die soziale Unterstützung von Menschen in Not oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Hilfebedarf betrifft.

Das gute Miteinander, sich gegenseitig helfen und unterstützen ist den Herxheimern schon immer wichtig.

Viele Institutionen – kirchliche Träger wie Caritas und Bussereau Stiftung, die  kommunalen Einrichtungen wie das Altenheim sowie ehrenamtliche Vereine wie Tafel, Herxheim ist bunt, Altern aktiv und die Lebenshilfe und deren Arbeit und Engagement zeugen davon. Die drei Maxime der Gemeinde Herxheim: „Kultur Gesundheit und Soziales“ finden sich hier wieder.

Das Therapeutische Reiten ist ein Baustein in diesem großen, sozialen Haus.

Der drohende Abriss der Reithalle des Therapeutischen Reitens hat deshalb zu Recht in der Bevölkerung und der Lokalpresse ein breites Echo gefunden. Viele können nicht verstehen, dass hier keine andere Lösung möglich sein sollte und das von vielen Seiten unterstützte und mit viel ehrenamtlichem Engagement vor vielen Jahren initiierte Therapeutische Reiten nun ersatzlos eingestellt werden soll. Neben dem Verlust dieser für viele behinderte Menschen so einzigartigen Therapieeinrichtung schmerzt auch der beabsichtigte Abriss der Dr.-Franz-Daniel-Halle, was einen Vermögensverlust im mittleren sechsstelligen Bereich bedeutet.

Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen hat deshalb im Gemeinderat folgenden Antrag gestellt:

  • Der Caritasverband der Diözese Speyer wird aufgefordert, für den geplanten Neubau einer Förderschule auch alternative Standorte, z.B. auf dem Gelände südlich der Reithalle, in die Planung einzubeziehen.  Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich auch andere Grundstücksbesitzer wie die Bussereau Stiftung in der näheren Umgebung in den nächsten Jahren baulich erweitern wollen, sollten auch Gespräche mit diesen geführt werden, um ein Gesamtkonzept für diesen Bereich entwickeln zu können um ggf. Synergieeffekte nutzen zu können. Bei der Suche nach einem Alternativstandort für den Schulneubau soll die Gemeinde Herxheim durch Grundstückserwerb oder Grundstückstausch behilflich sein.
  • Die Verwaltung soll die Vertreter der beteiligten Organisationen, der Lebenshilfe Südliche Weinstraße und dem Caritasverband d. Diözese Speyer, eventuell auch der Bussereau Stiftung zu einem gemeinsamen Informations- und Gesprächstermin im Rahmen der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderats auffordern.  Ziel dieses Treffens sollte die gemeinsame Suche nach einer Lösung sein, die den Erhalt des Therapeutischen Reitens ermöglicht. 
  • Bei der Aufstellung eines Bebauungsplans muss die Frage nach einer verkehrlichen Erschließung sowohl des Schulneubaus als auch der neueren Bauten der Bussereau Stiftung (Tagesförderstätte, Wohngruppe) geklärt werden. Eine Zuwegung über einen Wirtschaftsweg, der die Speyerer Straße im Moment noch ist, ist nicht tragbar, zumal Fußgängerweg und Halte- und Parkmöglichkeiten für eine Schule fehlen, obwohl diese unverzichtbar sind.

Letztendlich geht es darum, für den nordöstlichen Bereich von Herxheim ein Gesamtkonzept für ein Miteinander der caritativ sozialen Einrichtungen in räumlicher Nähe zu erstellen, das auch den Expansionsplänen von Herxheim für Wohnbauflächen in diesem Bereich nicht entgegensteht. 

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