… da waren´s nur noch …?

Das Fachwerkhaus-Sterben in Herxheim geht weiter. Erst vor rund einem Jahr wurde in der Unteren Hauptstraße ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus dem Erdboden gleichgemacht, nun soll das gleiche Spiel zwei Häuser weiter wieder passieren (an einem nicht-denkmalgeschützten, aber dennoch historischen und ortsbildprägenden Fachwerkhaus).

Obgleich das damit verbundene Investoren-Projekt jeden Satzungen (Erhaltungssatzung der Gemeinde, Denkmalzone) und Bebauungsplänen widerspricht, lautete der Beschlussvorschlag der Verwaltung „dem Antrag des Investors zustimmen“. Diesem Beschlussvorschlag hat sich die Mehrheitsfraktion (gegen die Stimmen der Grünen) angeschlossen, so dass nun in einem bauhabenbezogenen Bebauungsplan die rechtliche Basis für das Projekt geschaffen werden soll. Begründet wird dies mit der Wichtigkeit des Projekts – der Investor plant nämlich, seine Wohnungen nach Fertigstellung an die AWO zu vermieten, welche wiederum dort Betreutes Wohnen anbieten möchte.

Im Grunde genommen eine begrüßenswerte Sache – schon lange wünschen wir uns die Möglichkeit des Betreuten Wohnens in Herxheim. Und auch der Standort – mitten im Dorf, gut angebunden an Ärzte, Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten, ist ideal.

Aber muss deshalb wieder ein Fachwerkhaus „sterben“? Kann man das Projekt nicht auch unter Einbeziehung (und neuer Nutzung) des alten Hauses verwirklichen? Dass das geht, sieht man doch in Herxheim an bereits realisierten Projekten wie dem Museum oder dem Büro Frederking in der Unteren Hauptstraße.

Wir fordern: Betreutes Wohnen ja – aber mit Erhalt des alten Hauses!

Dafür sind wir dann auch gerne bereit, den Bebauungsplan zu ändern!

So soll die geplante Bebauung aussehen (C) by Herrn Flick, danke für die Erlaubnis es zu verwenden!

Wer noch mehr Eindrücke über das „alte“/ „neue“ Herxheim haben möchte, kann dies in dieser Zusammenstellung tun! (Dank auch hier an Herrn Flick für die freundliche Erlaubnis, das Dokument zu verwenden!)

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